Windward Islands

15.01 – 16.03.2009


Nachdem wir Madi verabschiedet haben geht es erst mal in die Tyrrel Bay. Bevor wir hier wieder verschwinden, wollen wir Domi und seiner Familie zumindest noch mal schnell guten Tag sagen. Dieses mal schnell guten Tag sagen dauert dann aber mehrere Tage, an denen wir zwei Abende in Domis Haus verbringen. Er ist gerade aus Martnique zurück wo er wieder mal für ein halbes Jahr eingekauft hat,.Seine Vorräte verschwinden in unserer Anwesenheit etwas schneller als vorgesehen. Der mitgebrachte Gigot der sich bislang im Kühlschrank gelangweilt hat, wird von seinen Leiden befreit. Während dieser im Ofen brutzelt, schnitzen die Anwesenden Pommes Frites. Man wird sich einig, dass die Länge der Frites durch die Kartoffel gegeben ist, nicht einig wird man sich was den Durchmesser betrifft, was dazu führt, dass Domi der die Frites ins Oel schmeisst so ein bisschen Probleme mit der Garzeit bekommt. Er schafft es aber trotzdem mit seiner selbst geschweissten Schöpfkelle die Frites zur rechten Zeit aus dem heissen Oel zu holen.

So nun müssen wir aber weiter, wir haben nämlich eine Verabredung in Martinique. Wieso gerade in Martinique weiss eigentlich keiner so genau, denn die zu Treffenden befinden sich zur Zeit in Union was nicht mal 10 Meilen von hier entfernt ist. Wie dem auch sei, wir haben in Martinique abgemacht, also segeln wir dahin.

In St. Lucia sehen wir am Morgen dieses kleine Boot mit Norwegischer-Flagge die Bucht verlassen. Man die beiden haben auch nicht schlecht Mumm, mit sowas den Atlantik zu überqueren. Wir sehen die beiden nochmal im Kanal zwischen St. Lucia und Martinique, das heisst sehen tun wir sie nur wenn sie gerade auf einer Welle sind, im Wellental verschwinden sie ganz und gänzlich aus unserer Sicht.

 



 

In le Marin treffen wir unsere Freunde die schon seit ein oder zwei Tagen hier sind und kriegen erst mal Vorwürfe wieso wir uns eigentlich ausgerechnet in Martinique haben treffen müssen. „Wieso wir ? ihr wolltet doch nach Martinique!“ „Nein wir nicht, ihr habt geschrieben wir sollen uns in Martinique treffen!“ „Ja aber nur weil ihr geschrieben habt, dass ihr da hin wollt!“ „Nein wollten wir nicht, also schon, aber doch nicht bei dem Wetter!“ Offensichtlich hat die Verständigung via SMS nicht so ganz geklappt, ist aber auch nicht einfach, aus Daumen schonenden Gründen werden endlos Abkürzungen gebraucht, die dann vom untrainierten Empfänger erst mal entschlüsselt werden müssen. Bei diesen scheiss SMS braucht man seine ganze Fantasie um zwischen den Buchstaben zu lesen, da bleibt für zwischen den Zeilen nichts übrig, was aber absolut notwendig wäre da der Text ja immer möglichst kurz gehalten werden muss. „Sag mal wie wäre das denn vor 18 Jahren gewesen als wir hier alle ohne irgendwelche Kommunikations- Möglichkeiten rumschipperten?“ „Ganz einfach, wir hätten keinen Treffpunkt abmachen können, folglich uns nicht getroffen und auf Grund dessen uns gegenseitig nicht genervt“ Diese Aussage erscheint mir aber irgendwie nicht ganz zu stimmen, also das mit dem nerven schon aber das mit dem nicht treffen nicht. Sonst müsste ich mir jetzt nicht Nachmittage-Abende-Nächtelang alte Geschichten anhören die die vier hier zusammen in der Karibik erlebt haben. Nicht nur das, da gibt es auch noch Geschichten von gemeinsamen Urlauben und von gegenseitigen Besuchen in Europa. Wenn ich mal Zeit habe werde ich euch erzählen was Erni und Rolf mit ihrem ersten Boot so alles erlebt haben, ich glaube das ist genau das was ihr lesen wollt, wenn so alles richtig schön in die Hose geht, ich kann euch sagen die Geschichte gibt richtig was her.

Ja was soll ich euch denn erzählen wie die vier ihre Zeit zusammen verbringen? Viel bla... bla, viel gluck... gluck und so wichtige Dinge tun wie Spuren in den Sand ziehen.



Die Meinungen gehen ein klein wenig auseinander was diese Spur nun darstellen soll. Ist das nun die Spur einer Schildkröte, oder soll das die Spur eines bäuchlings über den Sand robbenden Spanners am FKK Strand sein. Also wenn es die eines Spanners ist, dann spannt's ganz schön.


 

 

 



Und was soll das jetzt darstellen? Ach so, einfach nur ein bisschen “silly walk“. Zum Glück bekommt Walter seine Extremitäten wieder auseinander, sonst wär's beim “dumm laufen“ ziemlich dumm gelaufen.


 

 

 

Ohää... die Schatten werden länger, sofort auf's Schiff zum Sundowner, also wieder gluck..., gluck....



 

Ja, auf so einem Katamaran hat man ganz schön Platz im Cockpit. Ihr wollt bestimmt wissen wie das Teil sonst noch so aussieht. Ganz schön schnittig gell.



Brigitte und Walter haben diesen Alu-Kat innerhalb von 2 Jahren gebaut, nun ja sind ja auch keine Anfänger und Bagalut ist nicht das erste Boot, das die beiden selbst gebaut haben, abgesehen davon, dass es saumässig schnell ist, ist es einfach nur perfekt.

 


 

 

Da waren wir auch noch zusammen in Bequia, aber irgendwie kann ich mich nur noch verschwommen daran erinnern.


 




 

 

 

Könnte daran liegen, dass da ziemlich viele Sundowner waren, oder waren's Sunuper, oder Sundowner die in Sunuper endeten? Nun ja weiss ich jetzt nicht mehr so ganz genau, ich weiss nur noch, dass Brigitte saumässig gute Planter's mixt.

 

 

 



Natürlich haben wir vor dem saufen auch immer schön zusammen gegessen.

Cool-Brothers!!!!!!!

Dies wäre wohl mit unter das coolste Photo in meiner Sammlung geworden, hätte ich nicht für den Bruchteil einer Sekunde geglaubt, dass das Jogurt-Dressing auf dem Salat zu'r weissen Maus mutiert. Vermutlich kommen diese abstrusen Wahrnehmungen vom übermässigen Eiweisskonsum. Nein echt, es gibt immer Fisch und wenn es keinen Fisch gibt, gibt's Chicken, aber eigentlich nur damit wieder Köder vorhanden sind um damit wieder Snapper zu fischen.

 

 

 

 

 

 

Uns hat Walter verraten wie man das genau macht mit dem Snapper fischen, und wie ihr seht ist die Beute nicht ganz ohne. Diese Auswahl hier wurde bei einem Abendessen auf Xantus gefangen,

Erni vertritt die Meinung, dass unbedingt während des Essens gefischt werden muss, denn nur wenn man bei etwas gestört wird beissen die Viecher. Nun ja wenn Erni das meint... da bleibt Walter und Rolf nichts anderes übrig als sich mit einem kleinen Mord zwischen Vorspeise und Hauptgang abzufinden. Sorry Rolfi, aber ich kann's mir einfach nicht verkneifen zu erwähnen, dass von diesen drei Red-Snappern, der grösste hat vier Kilo, nur der kleinste an deine Angel gegangen ist.

 

 

 

 



Ok...ok....wenn du unbedingt willst zeige ich hier auch noch das Foto von dem Snapper den du ganz alle zwei Tage später gefangen hast. Ja.... ja..... ich vergess auch nicht zu erwähnen dass dieser fast fünf Kilo hat.

Euch ist sicher aufgefallen, dass diese Fische Nachts gefangen werden und das irgendwelche Chicken-Reste involviert sind, mehr kann ich euch leider nicht verraten, sonst zieht mir Walter die Flossen lang.

Also nochmals zurück um mutierenden Jogurt-Salat-Dressing, ihr müsst doch zugeben, dass man bei soviel Fisch schon mal ein Protein-Flash bekommen kann. Gut.. gut.. das wirkt sich nicht bei allen gleich aus, bei mir war's halt nun mal das ebenfalls eiweisshaltige mutierende Jogurt, irgendwie naheliegend oder?


 


 

 

Ja und dann kommt die schlechte Nachricht, Brigitte und Walter müssen unverhofft möglichst schnell nach Hause, da bleibt uns nichts anders übrig als Tschüss zu winken und zu hoffen, dass wir die beiden nächstes Jahr wieder treffen, dann vielleicht nicht unbedingt in Martinique.




So und was machen wir jetzt....? Stimmungs-Bild auf Xantus.... Erni und Rolf hängen im Cockpit, Erni auf der Steuerbord-Bank, Rolf auf der Backbord-Bank, dass die Steuerbord Seite die mit der Küche und die Backbordseite die mit der Naviecke ist, ist rein zufällig, sowas wie Rollenverteilung gibt es bei uns nicht. Also gut die hängen da.... Erni guckt nach Steuerbord.......



Wusste gar nicht, dass man Feldschlösschen als Landesflagge fahren darf......“ „Hmmm....“ meint Rolf der gerade nach Backbord schaut „Männer mit Prostata-Problemen sollten nicht über die Reling pissen, sieht einfach blöd aus, wenn die da länger als ne halbe Stunde mit dem Pimmel in der Hand stehn.....“ „Hmmmm....“ meint Erni. „Na gut, aber was machen wir denn jetzt?“ „Wir segeln nach Süden!“ „O.k. einverstanden, aber wo genau im Süden?“ „Na irgendwo halt“. „O.k. einverstanden.“

Aus irgendwo wird Canouan und das ist kein Zufall, denn in Bequia haben wir Malcolm getroffen auf dessen Boot Rolf in der Hurrikan-Saison 2007 einige Arbeiten gemacht hat. An dem Tag als Malcolm nach Canouan segeln will bemerkt er, dass seine Gasflasche leer ist, Rolf bietet sich an diese füllen zu lassen und sie ein zwei Tage später nach Canouan zu bringen. Gesagt getan, wir segeln also nach Canouan in die Rameau Bay.

Malcom selbst 77 Jahre alt, ist momentan mit seinem 87 jährigen Kumpel Douglas unterwegs. Das klappe auch alles wunderbar meint Malcolm, das einzige was ihn etwas befremde sei, wenn ihm sein 10 Jahre älterer Freund bei kleinen Kletterpartien wie zum Beispiel ein oder aussteigen des Dinghys hilfreich die Hand reicht.

Das sind die beiden, tschüss winke, winke wir sehen uns vielleicht noch in Union.



Wir selbst bleiben noch ein paar Tage in der Rameou Bay, wo wir meist alleine sind. „Wie wäre es wenn wir mal auf die Luvseite von Canouan segeln würden?“ „Da hinter dem vorgelagerten Riff ist es wunderschön und da kommt kein Mensch hin. „Ja genau das machen wir.“ Mit ihrem ersten Schiff waren Erni und Rolf mehrmals hier, die beiden stellen fest, dass das Riff noch da ist und das es immer noch wunderschön ist. „Bloss..... wieso schaukelt das hier eigentlich so?“ „Vielleicht sollten wir noch etwas mehr hineinfahren da ist es bestimmt ruhiger“ Wir fahren soweit hinein wie es unser Tiefgang erlaubt, aber immer noch machen sich einige Gegenstände im Schiff selbständig. Erni bittet diese Gegenstände sich doch etwas ruhiger zu verhalten, worauf eine Pfanne meint, das könne sie nicht so wie es hier schaukle. Nun gut, dann wird halt alles verstaut was zu blöd ist um sich irgendwo festzuhalten. Was meint ihr......? nö, nö, Erni mussten wir nicht verstauen. Komisch daran, dass man hier nicht ruhig liegt, können sich die beiden überhaupt nicht erinnern. Liegt das nun daran, dass das Riff nicht mehr den selben Schutz bietet wie damals oder liegt es ganz einfach daran, dass die beiden nicht mehr so Jung sind wie damals und das Ganze nicht mehr vertragen. Ich halte zweiteres für wahrscheinlicher. Um mir zu beweisen das dem nicht so ist, bleiben wir eine Nacht worauf die beiden am anderen Morgen noch älter aussehen. Jetzt reicht's mag es hier auch noch so schön und einsam sein, wir machen uns auf nach PSV. Nach ein paar Tagen geht es nach Clifton wo wir Malcolm und Douglas wieder treffen, die beiden wollen noch in die Tabago Cays, was sie auch tun. Wir schauen den riesigen Charter Katamaranen mit mindestens 10 Leuten Besatzung zu wie sie in die Tobago Cays raus motoren, da kommt kein Segel hoch, das ist zu anstrengend. Kann man ja auch verstehen denn es hat ziemlich Wind und dieser kommt genau aus der Richtung wo man hin will. Umso mehr fällt das kleine Schiff auf, dass tapfer am aufkreuzen ist. Nur gut, dass die coolen gestylten sonnenbebrillten Segelurlauber, nicht zu vergessen die Piratenflagge im Rigg, ihr wisst schon, so die richtigen Abenteurer, nicht wissen, dass das Durchschnittsalter auf dem kleinen Boot 82 Jahre beträgt.

Oberhalb Clifton gibt es einen Aussichtspunk von wo aus man einen wunderbaren Blick hat, da wollen wir mal rauf. Auf dem Weg dahin weisst uns ein junger Einheimischer darauf hin, dass es eine Abkürzung gibt, wir sollen diese doch nehmen und zeigt uns auch gleich wo's lang geht. Eigentlich geht es eher hoch als lang, es ist derart Steil, dass sich der grosse Zeh und das Schienbein des selben Beines beim abrollen des Fusses in die Quere kommen. Versucht man rückwärts zu gehen hat die Beinhaltung etwas Ballerina artiges was bei Rolf einfach blöd aussieht. Quer geht es auch nicht, aber irgendwie geht's doch. Da Rolf und Erni total damit beschäftigt sind ihren Waden gut zuzureden damit diese nicht auf die Idee kommen jetzt einen Krampf zu kriegen bemerken sie nicht, dass sie sich hier wohl eher im ärmeren Teil von Clifton befinden. Eine Stimme sorgt dafür, dass sie das dennoch mitkriegen. Von einem Art Balkon grinst eine ältere Zahnlose Frau auf uns herab, wir quatschen ein wenig und dann meint sie wir sollen jetzt erst mal zum Aussichtspunkt und auf dem Rückweg sollen wir nochmals hier vorbeikommen und ein Bier trinken, dies sei nämlich eine Bar. Die Idee erscheint uns irgendwie vernünftig auch wenn diese Bar als solche nicht erkennbar ist. Auf dem Ausblick treffen wir dann einen Amerikaner der hier für ein paar Wochen auf dem Boot eines Freundes mitsegelt. Wir bequatschen ihn er soll doch auf dem Rückweg mit uns die Abkürzung nehmen da gebe es eine Bar mit kühlem Bier, scheint dem Amerikaner ebenfalls vernünftig und er schliesst sich uns an. Die Alte freut sich, macht ein riesen Theater und bittet uns doch Platz zu nehmen. Da mittlerweile noch ein paar andere Einheimische unter anderem der Typ der uns die Abkürzung gezeigt hat, die kleine Terrasse bevölkern werden uns die Platze auf dem verrosteten Stahlbett zugewiesen. Nichts gegen das Bett, aber die betagte Schaumstoff Matratze die darauf liegt sieht aus als hätte sie viel zu erzählen aus ihrem scheinbar unendlich langen leben, wobei ich sicher bin, dass keine einzige irgendwie von Säuberungsaktionen handelt. Etwas unentschlossen verharren wir in der Position uns gleich setzen zu wollen, diese Unentschlossenheit wir glatt durch die alte überrumpelt die uns ganz einfach in unsere angebotenen Platze drückt. Wir sagen uns „o.k. jetzt ist es zu spät“ nicht so der Ami, er weigert sich ganz einfach sich zu setzten, worauf für ihn ein alter Holzstuhl freigemacht wird. Die Anwesenden sind ziemlich gut drauf, kein wunder so wie die betrunken und bekifft sind. Sofort werden Domino Steine geholt und wir müssten jetzt mitspielen. Eigentlich wollten wir ja nur ein kühles Bier, wir fragen uns ob das nun ne Bar ist, oder ob wir hier einfach privat bei jemandem sitzen. Uns bleibt keine Zeit darüber nachzudenken wir werden gezwungen Domino zu spielen. Es wird ziemlich viel Rum aus Plastikbechern getrunken, gelacht, gekifft was das Zeug hält und gegrölt. Irgendwann erbarmt sich die Alte unser und meint wenn wir ein Bier wollen müssten wir schon durch diese Tür gehen und eins holen und ruft gleichzeitig jemandem der uns ein Bier verkaufen soll. Aus einem der anliegenden Hütten kommt eine Frau und schlurft in der Mittagshitze Richtung Bar. Erni nutzt die Gelegenheit und geht durch die besagte Tür. Hinter der Tür ist tatsächlich sowas wie eine Bar, na ja vielleicht nicht ganz nach unseren Vorstellungen, aber immerhin befindet sich darin ein Kühlschrank mit kühlem Bier. Nach dem Bier wollen wir eigentlich gehen, is aber nicht, wir werden darüber informiert, dass jeder von uns drei Runden spielen muss. Wieder setzt sich der Ami durch, beim Anblick der Joints die hier pausenlos die Runde machen, wobei die beiden Alten kräftig mithalten, scheint es unserem Begleiter nicht mehr ganz wohl zu sein, er verlässt uns. Wir sitzen unsere Runden brav ab und haben danach lediglich vom passiv kiffen eine Scheibe. Gutgelaunt geben wir noch eine Runde Ruhm aus und machen uns fröhlich auf den Rückweg.

In Clifton liegt man gleich hinter dem Riff vor Anker, wo man wunderbar schnorcheln kann.



Von einem dieser Schnorchel-Ausflüge kommt Rolf mit diesem Bärenkrebs zurück.



So ein Bärenkrebs mal zwischen all den Snappern schmeckt ja auch lecker. Seit uns Walter verraten hat wie man die fischt, gibt es ziemlich oft Snapper, die schmecken natürlich auch ganz toll.

Wir wollen noch nach Fregate Island was gleich um die Ecke ist. Da Heute aber ein wunderbarer Segeltag ist, beschliessen wir die Insel zu umrunden und dabei bis zur Tiefenkante zu segeln. Rolf ist überzeugt, dass man da gut Fische fängt, als hätten wir in letzter Zeit nicht genug Fisch gegessen. Wir segeln also im Luv von Union hinaus bis zur Kante, da ein bisschen hin und her nur um festzustellen, dass die Fische heute nicht beissen, als auch Rolf das begriffen hat, segeln wir auf der Leeseite zurück nach Fregate Island. Hier werden wieder mal die Windsurfer Ausgepackt, nach zwei drei Tagen sind die Arme aber derart lang, dass beschlossen wird wieder mal eine kleine Wanderung zu machen. Bewaffnet mit Sandwich und genügend Wasser, laufen wir von Ashton zur Chatham Bay von da aus geht ein Weg an der Westküste zurück nach Ashton. Wie meistens auf diesen Inseln sind diese Wege nicht unbedingt als solche zu erkennen, es kommt ganz darauf an wann der letzte mit einer Machete durchgegangen ist. Dieser Weg scheint eine solche Behandlung des längeren nicht genossen zu haben, das heisst wenn wir uns überhaupt auf einem Weg befinden. Zum Glück hat Rolf seine Machete dabei, wild damit rumfüchtelnd hackt er seiner Prinzessin den Weg frei, diese wartet geduldig mit verschränkten Armen und wippendem rechten Fuss auf die Durchgangs-Erlaubnis. Obwohl Trockenzeit ist und die Insel vom Schiff aus völlig trocken aussieht, ist es hier erstaunlich Grün.



Nein, nein, das hier hat nicht Rolf alles gerodet, das war ein Abschnitt wo der weg als solcher ausnahmsweise erkennbar war.

Am nächsten Tag werden dann auch die Surfbretter wieder eingepackt, denn Rolf hat jetzt nebst den langen Armen vom surfen auch noch einen noch längeren rechten Arm vom Macheten rumfuchteln. Gut dann machen wir halt was anderes, wir segeln zurück nach Cliften klarieren aus und segeln nach Carriacou.