Schweiz

26.05. - 05.12.2008

Ja Leute nun sind Erni und Rolf wieder hier auf dem Schiff. Was die beiden alles während ihrem Aufenthalt in der Schweiz angestellt haben kann ich leider nicht berichten, da Tropf Frosch und ich in der Zwischenzeit auf Xantus aufgepasst haben. Ich werde aber versuchen euch einen Gesamtüberblick zu verschaffen den ich anhand von Fotos und den Erzählungen der beiden zusammengestellt habe. Also das war so........

Die beiden haben sich entschlossen nach Hause zu fliegen, nachdem sie erfahren haben, dass Rolfs Mutter schwer krank ist. Nun ist es aber so, dass so ein Heimat Urlaub mit Flügen, Boat Storage und Lebenshaltungskosten in der Schweiz eigentlich viel zu teuer ist. Man müsste also etwas verdienen können. Noch auf dem Schiff hat Erni dann mal bei ihrem letzten Arbeitgeber nachgefragt, ob es da eventuell etwas für sie zu tun gibt. Schon nach ein paar Tagen hat Erni Bescheid, sie könne kommen, lieber gestern als heute und für Rolf hätten sie vielleicht auch einen Job. Erni freut sich wie bescheuert, sie hat nämlich wahnsinnig gerne dort gearbeitet und freut sich, ihre ehemaligen Arbeitskollegen wiederzusehen.

Zum ersten mal lassen die beiden ihr Schiff alleine, dass dies auch noch in der Hurrikan Saison passiert, trägt nicht unbedingt zur Gelassenheit bei. Da hilft nur eines, ran an die Arbeit, denn davon gibt es noch genug vor der Abreise. Segel, Solarpanelen und Windgenerator müssen demontiert und im Schiff verstaut werden, Motor, Dinghy Motor und Wassermacher müssen konserviert werden und dann gibt es noch wahnsinnig viele Dinge die noch revidiert (gereinigt und gefettet) werden müssen, jedenfalls wenn diese nach einem halben Jahr noch funktionieren sollten. Dazu kommt noch eine Inventarliste mit Fotos und Serien-Nummern, sowas kann ganz hilfreich sein sollte das Schiff während der Abwesenheit ausgeräumt werden.

Am 25. Mai ist es dann soweit, Xantus steht auf dem trockenen und Erni und Rolf warten mit ihrem Gepäck auf den Taxifahrer den sie bestellt hatten. Der kommt aber nicht!!!!!!! was die beiden etwas nervös macht, die Werft liegt ziemlich abgelegen, hier kommen nicht dauernd Taxis vorbei und schon gar nicht an einem Sonntag. Rolf versucht Cutty (den Taxifahrer) anzurufen, der meldet sich aber nicht. Nach einer halben Stunde nimmt er dann doch noch das Telefon ab. Das er Rolf und Erni heute zum Flughafen bringen soll ist im klar, nur mit der Zeit hat er etwas durcheinander gebracht, er sei aber in zehn Minuten da. Aus den 10 Minuten werden dann aber etwa 20, was für karibische Verhältnisse so ziemlich genau zehn Minuten sind oder sogar noch etwas weniger. Auf dem Weg zum Flughafen hat es Cutty auch nicht besonders eilig, das reicht noch allemal meint er. „Aber natürlich nur keinen Stress Cutty“ ähähääähä.... lacht Erni gekünstelt. Sie will hier natürlich auf gar keinen Fall den Europäer raushängen der dauernd auf Stress macht, gelingt ihr soweit ganz gut. Die einzigen die unter Stress leiden sind ihre Fingernägel, die sich wiedermal fragen wieso eigentlich immer wir. Durch diese kleinen Verzögerungen hat sich dann die Wartezeit bis die beiden in den Flieger steigen können doch so um einiges verkürzt.


Ein letzter Blick auf die Werft wo Xantus auf dem trockenen steht.

Na ja so richtig viel ist da nicht zu erkennen, unten links im Bild liegt St. Davids Harbour und da steht Xantus an Land, wie gesagt Tropf Frosch und ich sind auf dem Schiff. Wir sehen den Flieger, winken aber nicht, so ein bisschen sauer sind wir schon, dass wir nicht auch Ferien in der Schweiz machen dürfen.

Zwischenlandung in Tobago, dann geht es weiter nach Barbados. Fliegen heisst ja auch vorallem warten und warten tun hier nicht nur die Passagiere. Dieser Flugzeug-Einweiser scheint nicht zum ersten mal auf irgendetwas zu warten, jedenfalls weiss er sein Arbeitsgerät während der Wartezeiten optimal einzusetzen.


Die nächste Landung ist in...

Ja genau London, wie seid ihr nur darauf gekommen? Jetzt nur noch der Hüpfer nach Zürich und die beiden sind in der Schweiz. Irgendwie schon verrückt, mit dem Schiff hätte diese Reise Monate gedauert mit dem Flieger dauert das nicht mal einen Tag.

In der Schweiz hat sich nicht viel geändert mal abgesehen davon, dass sich die Schweizer Kühe ein neues Outfit zugelegt haben.



Das halbe Jahr in der Schweiz vergeht wie im Flug, die Tage werden kürzer und schon zieht am Morgen wenn die beiden mit den Velos zur Arbeit radeln der erste Bodennebel auf.


Und Ende Oktober fällt auch schon der erste Schnee



Und schwup diwup ist anfangs Dezember und die beiden fliegen zurück in die Karibik.